Viermal BMW M5 – Karacho im Quartett Ansichten 1.659 / Bewertung 2.88

Eigentlich wollte die BMW Motorsport GmbH damals, Mitte der achtziger Jahre, vor allem das Budget aufbessern. "Um uns Rennwagen leisten zu können, haben wir quasi nebenbei auch angefangen, Serienmodelle zu bearbeiten und den M 535i verkauft", erinnert sich der damalige Chef der BMW-Tochterfirma, Jochen Neerpasch. Die rund 800 rasanten 5er, unter deren Motorhaube ein 218 PS starker Sechszylinder grollte, waren jedoch mehr als ein kurzfristiger Kassenfüller. Die vergleichsweise kleine Serie wurden zur Keimzelle eines Erfolgsmodells, das auf der Überholspur auch heute noch ganz vorne mitfährt: dem BMW M5.

Auf der Nürburgring Nordschleife hatte MOTOSOUND jetzt die Gelegenheit, je einen Vertreter der bisherigen vier M5-Generationen durch die 73 Kurven der klassischen Rennstrecke zu dirigieren. Das Quartett im Stenogramm: 1985 debütierte der M5 auf Basis der BMW 5er Limousine (E28) trat mit einem 286 PS starken Sechszylindermotor an und kostete damals 80.750 Mark. Ab 1988 fegte der 315 PS starke Nachfolger auf die Piste (Modellreihe E34), das Auto kostete 98.800 Mark und wurde bis zum Produktionsende 1995 zirka 12.000mal gebaut. Es folgte der Renner der Baureihe E39, diesmal mit einem Achtzylindermotor und einer Leistung von 400 PS – zum Preis von 75.500 Euro (Bauzeit bis 2003).

2004 schließlich rollte die vorerst letzte M5-Generation an den Start. Das Modell der Baureihe E60, mit V10-Motor, 507 PS stark und zuletzt 94.700 Euro teuer. Die Produktion lief vor wenigen Wochen aus. Im März tritt der neue 5er BMW an – und die M-Fans sind bereits hibbelig, wann der schärfste Ableger der neuen Baureihe antritt. Und vor allem sind sie neugierig, womit der neue M5 auftrumpfen wird.

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